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Rund um Hermeskeil Nr. 48/2008

50 Jahre "Rund um Hermeskeil"
Unsere Heimatzeitung feiert zum Jahresende 2008 Geburtstag und lädt aus diesem Anlass die Bevölkerung zum Konzert der Stadtkapelle ein

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Rund um Hermeskeil Nr. 11/1999

    Ansichten aus der gesamten Verbandsgemeinde, gezeichnet von der Künstlerin Ursula Stimmler (Züsch), überreichten Bürgermeister Winfried Sander und Stadtbürgermeisterin Ilona König dem Vorsitzenden des Vereins „Rund um Hermeskeil e.V.“, Irmund Becker, als Geschenk zum 40jährigen Jubiläum unserer Heimatzeitung.

40 Jahre "Rund um Hermeskeil"
Jubiläumsempfang mit Prominenz und Bürgern im Johanneshaus
Zu Beginn dieses Jahres war es 40 Jahre her, dass unsere Heimatzeitung „Rund um Hermeskeil“ zum ersten Mal erschien. Aus Anlass dieses „runden Geburtstages“ hatten die Redaktion und die sie tragenden Vereine „Rund um Hermeskeil e.V.“ und „Verein der Freunde des Hochwaldes“ zu einem Jubiläumsempfang ins Johanneshaus eingeladen. Irmund Becker, der Vorsitzende des Vereins „Rund um Hermeskeil e.V.“, begrüßte zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter Landrat Dr. Richard Groß, die Landtagsabgeordneten Dr. Josef Peter Mertes und Dieter Schmitt, Bürgermeister Winfried Sander, Stadtbürgermeisterin Ilona König, den Hausherrn des Johanneshauses, Dechant Otfried Stertenbrink und weitere Vertreter der Geistlichkeit, der Schulen, des Gewerbes und weiterer Institutionen. Besonders herzlich  hieß er die vielen ehemaligen Mitarbeiter unserer Heimatzeitung willkommen, darunter die Gründungsmitglieder Georg Marx und Dr. Klaus Piepenstock.
In seiner Ansprache gab Becker einen Überblick über die Entstehung von „RuH“. Dabei zitierte er u.a. aus dem Wort der Herausgeber in der Erstausgabe vom 1. Januar 1959, um die Motive für die Gründung der  Zeitung darzustellen: „Es ist ein eigenartiges Erlebnis zu beobachten, wie unser Gemeindediener an 60 Straßenecken unseres ausgedehnten Dorfes, inmitten des lärmenden Verkehrsstroms, immer wieder  versucht, die Aufmerksamkeit aller Passanten auf sich zu lenken, um dann mit erheblichem Stimmaufwand seine Bekanntmachung an den Mann zu bringen. Immer wieder bietet sich dasselbe Bild, unsere  schnellebige Zeit scheint für eine solch ‚primitive Art‘, seine Mitbürger anzusprechen, kein Ohr mehr zu haben, und ‚all die guten Worte‘ gehen im Verkehrslärm der Straße unter.“
War die Hauptmotivation für die Herausgabe von RuH damals die Veröffentlichung der „ortsüblichen Bekanntmachungen“, nannten die Herausgeber als weiteren Grund die Veröffentlichung der Veranstaltungen des Volksbildungswerkes und die Erfüllung kultureller Aufgaben, wobei das Heimatprinzip die geistige Grundlage des Wochenblatts bilden sollte.
Irmund Becker wies darauf hin, dass keiner, der jemals an der Herausgabe von RuH mitgearbeitet hat, gelernter Journalist war und ist. Alle seien Hobby- oder Feierabendjournalisten, denen die - mitunter zwar  stressige - Arbeit, bestehend aus dem Besuch von Veranstaltungen, dem Schreiben von Berichten, Fotografieren, Redigieren und letztlich dem Umbruch im Verlag viel Spaß mache. Ein besonderes Wort des Dankes richtete er an die Ehepartner der Redakteure, die „oft auf unsere Anwesenheit zu Hause verzichten“ müssten.
Jede RuH-Ausgabe trägt, so Becker, die Handschrift des verantwortlichen Redakteurs. „Dass wir nicht  nur berichten, sondern auch unsere Meinung schreiben, gehört zum journalistischen Geschäft“, führte Becker aus. Wenn diese Meinungsäußerung dem einen oder anderen nicht passe, stehe ihm  selbstverständlich das Recht zu, auch die Arbeit der Redaktion zu kritisieren. Es habe jedoch niemand das Recht, Redakteure zu beschimpfen oder zu beleidigen. Ein offener Dialog sei vernünftiger, demokratisch  fairer und darüber hinaus der Sache dienlicher.
„Wir lassen uns nicht entmutigen und werden wie bisher berichten, kommentieren und die Hochwaldbevölkerung informieren“, schloss Becker, nicht wie der Schellenmann vor 40 Jahren, sondern mit den modernen Mitteln, die heute zur Verfügung stehen. RuH wolle weiterhin „das Mundstück des Volkes“ sein.
In lockerer Atmosphäre sprachen anschließend Landrat Dr. Groß, Stadtbürgermeisterin Ilona König und Bürgermeister Sander Grußworte und überreichten Präsente. Eine kurze Ansprache hielt auch der Hausherr, Dechant Stertenbrink. Etwas Besonderes hatte sich der Sprecher des Hermeskeiler Gewerbe Verbands, Markus Porten, der die Bedeutung von RuH für die heimische Wirtschaft hervorhob,  ausgedacht: Er überreichte den Redakteuren Blumensträuße mit der Bitte, diese als Dankeschön an ihre Ehepartner weiterzugeben.
Eine weitere Überraschung hatte Dietmar Kaupp, Geschäftsführer des Wittich-Verlags, parat: Ab sofort ist der redaktionelle Teil von RuH auch im Internet abrufbar (lesen Sie dazu den besonderen Bericht im Innenteil dieser Ausgabe). In seinem Grußwort wies Kaupp auf die seit zwölf Jahren bestehende vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Verlag hin, die es auch in Zukunft fortzusetzen gelte.
Im Anschluss an den „offiziellen“ Teil fand sich für alle Anwesenden die Gelegenheit, mit der RuH-Redaktion ins Gespräch zu kommen,  wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Auch das Angebot der Redaktion, in alten Zeitungsausgaben zu blättern, die auf einer langen Tischreihe entlang des Fensters jahrgangsweise in gebundener Form  ausgelegt waren, wurde von zahlreichen Besuchern gerne angenommen.
Besondere Erwähnung verdienen noch die geschmackvolle Dekoration des Vorraums, der Bühne und des  Saales, die von der Klasse 10 der Rektor-Bach-Hauptschule und ihrer Lehrerin Hedi Willems sowie von Redaktionsmitglied Norbert Klaas gestaltet worden war, ebenso wie die anspruchsvolle musikalische Umrahmung der Veranstaltung durch ein Holzbläserensemble des Hermeskeiler Gymnasiums, bestehend aus Daniela Paulus, Markus Schwer (beide Klarinette) und Daniel Backes am Fagott. (WIL-)


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zuletzt geändert: Montag, 12. Juli 2010